Der erste Besuch im Freibad in diesem Sommer oder eine ausgedehnte Mittagspause im Freien sind verlockend, doch manchmal vergisst man, sich vorher mit Sonnencreme mit hinreichendem Lichtschutzfaktor einzucremen. Hat man die starke Wirkung der Strahlung durch UV-Strahlen unterschätzt, so man bezahlt die schönen Stunden in der Natur mit einer gemein schmerzenden Rötung der Haut. Tipps zur ersten Hilfe im Falle des Falles und Informationen zu vorbeugenden Maßnahmen gesucht? Bitte weiterlesen!

Wie entsteht ein Sonnenbrand überhaupt?

Wird die Haut zu lange einer intensiven Strahlung, also dem Sonnenlicht ausgesetzt, kommt es zu einer Entzündungsreaktion, die einer Verbrennung gleicht. Die Haut rötet sich, sie spannt und schmerzt. Je heller der Hauttyp, desto schneller wird die Haut ohne angemessenen Sonnenschutz geschädigt.
Es gibt unterschiedliche Schweregrade, von Grad 1 bis 3. Verbrennungen erstes Grades durch zu starke oder lange UV-Strahlung äußern sich nach einigen Stunden in geröteter Haut, die schmerzhaft spannen und jucken kann.
Bei Verbrennungen 2. Und 3. Grades kommt es zunächst zu Blasenbildungen und im Ernstfall sogar zur Ablösung von Hautschichten, solche Verbrennungen sollten in jedem Fall von einem Arzt oder einer Ärztin untersucht und behandelt werden. Kommen Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Übelkeit hinzu, kann es sich auch um einen Hitzschlag handeln, der ebenfalls medizinisch behandelt werden sollte.
Handelt es sich nur um eine oberflächliche Verbrennung des Grad 1 durch die Sonneneinstrahlung, kann man sich und seiner Haut mit ein paar Tricks Linderung verschaffen.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand – Hausmittel, Medikamente und Co.

Beginnt die gerötete Haut nach stundenlanger Sonneneinstrahlung zu schmerzen, ist es meist schon zu spät. Dann hilft nur: Sofort raus aus der Sonne, am besten sollte sich man ab dann in einem kühlen Raum aufhalten. Die betroffenen Hautstellen sollten mit entsprechender Kleidung abgedeckt werden, um sie keiner weiteren Sonneneinstrahlung auszusetzen, auch in den folgenden Tagen bzw. bis der Sonnenbrand abgeheilt ist.
Um die gereizte Haut zu beruhigen, kann es helfen, erst einmal eine Schicht aus Quark oder Joghurt auf die betroffenen Hautstellen aufzutragen. Der Quark kühlt die Haut nicht nur, sondern spendet der Haut auch Feuchtigkeit.
Natürlich verschaffen auch spezielle Lotionen Abhilfe, beispielsweise mit Aloe Vera oder Panthenol, sogenannte „After-Sun-Produkte“.

Abkühlung verschafft – dann die Entzündung lindern!

Entzündungshemmende Medikamente können helfen, den Heilungsprozess zu beschleunigen. Medikamente, die zu den nichtsteroidalen Entzündungshemmern gehören, wie z.B. Acetylsalicylsäure oder Diclofenac, können von Erwachsenen eingenommen werden, um die Entzündung der Haut einzudämmen.
Außerdem sollte man dem Körper nun viel Flüssigkeit zuführen, da der Elektrolythaushalt ins Ungleichgewicht geraten kann. Am besten geeignet sind Mineralwasser, Kräutertee oder Saftschorlen.

Am besten aber sollte man es gar nicht erst soweit kommen lassen – Sonnenschutzmittel und Sonnenschutz beugen am besten vor!

Die Haut vergisst nichts. Je öfter sie einer auch nur leichten Verbrennung durch die Sonne ausgesetzt wird, desto eher altert sie nicht nur, es besteht auch ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs.
Wer sich diesem Risiko nicht aussetzen möchte, sollte vor allem die hochstehende Sonne zur Mittagszeit meiden. Außerdem empfiehlt es sich, stets Sonnenschutz zu tragen z.B. schöne Sommerhüte, Basecaps, Shirts oder spezielle UV-Schutz-Kleidung. Alle unbedeckten Körperpartien sollten mit einem zum Hauttyp passenden Sonnenschutzmittel wie beispielsweise einer Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Diese Prozedur sollte nach dem Baden oder einiger Zeit in der Sonne durchaus wiederholt werden, um den Schutz aufrechtzuerhalten.

Es gilt die Devise: Besser gleich vorbeugen als später zu leiden!