Es ist die ewig junge Frage mit dem Laster „Rauchen“: Jeder weiß zwar das Rauchen gesundheitsschädlich ist aber so richtig will sich dies niemand eingestehen und wenn man dich mal mit dem Rauchen aufhören will oder aufhört, dann sucht man sich oft eine Kompensation seines Lasters und weicht auf die mittlerweile erhältlichen e-Zigaretten und e-Shishas aus – im Glauben dass so eine elektronische Lösung fürs Rauchen „gesünder“ wäre oder zumindest weniger schädlich.
Um es gleich mal vorwegzunehmen: Rauchen ist und bleibt schädlich – auch das Rauchen einer e-Shisha – also einer Art „elektronischer Wasserpfeife ist nicht weniger schädlich als das Rauchen einer Zigarette. Oftmals enthält der Tabak Nikotin, und selbst wenn man auf nikotinfreien Tabak ausweicht, enthält der Tabak Feuchthaltemittel und wird aromatisiert mit Früchten, Fruchtessenzen und Sirupe.
Der wesentliche Unterschied zum Rauchen von Zigaretten liegt darin, dass der Tabak der Wasserpfeife bei ca. 100 Grad verschwelt wird. Dies führt zu einer insgesamt höheren Kohlenmonoxid- und Schadstoffbelastung – die – so warnen die ersten Wissenschaftler – vermutlich genauso wie die Zigarette gesundheitsschädlich sein kann.
Die e-Shisha, also die elektronische Generation der Wasserpfeifen, auch „Shishas to go“ genannt, sind natürlich „in“ und neue Lifestyle-Produkte, denn es gibt sie in fruchtigen Geschmacksrichtungen. Die Hersteller werben mit „intensivem Aroma“, versetzt mit „japanischem Öl“ sowie mit marketingtechnisch gut klingenden Inhaltsangaben „ohne Nikotin“,und „ohne Teer“. Die Liquids sind mittlerweile in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich, etwa Heidelbeere, Erdbeere, Kokosnuss, Apfel, Wassermelone. Und gerade diese Liquids sind oftmals problematisch – so warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor möglichen Gesundheitsrisiken vor allem durch (noch) nicht wissenschaftlich untersuchte Inhaltsstoffe. Weil die Liquide häufig aus China stammen, unterliegen sie keinen Produktkontrollen, und somit muss der Käufer das glauben was draufsteht bzw. was die Vertriebe dieser Liquids draufschreiben.
Derzeit dürfen diese e-Shishas und der Tabak sogar an Kinder und Jugendliche verkauft werden – es gibt einfach noch keine aussagekräftigen Studien und Langzeituntersuchungen inwieweit das Rauchen einer e-Shisha auch wirklich gesundheitsschädlich sein kann – und in welcher Art und Weise diese Schädigung der Gesundheit sich auswirken kann – aber vermutlich gilt auch hier wie bei der Zigarette: Fangen sie erst gar nicht damit an!
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