Münchens erste Späti und die Verwandlung vom Dorf zur Großstadt

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Münchens erste Späti und die Verwandlung vom Dorf zur Großstadt

München verwandelt sich – und ein einziger Laden bringt München mit der Eröffnung vom Dorf zur Großstadt – und eines der wichtigsten Produkte welches der Laden verkauft ist – wie könnte es in München anders sein, Bier!

Bier in München zu trinken ist zunächst kein Problem – wer allerdings Bier nach 20 Uhr kaufen will, am besten in Flaschen um den Gestensaft zuhause mit Freunden zu genießen musste sich die Flaschen bei irgendeiner Tankstelle kaufen – denn der Ladenverkauf endete in München um 20 Uhr – auch am Wochenende.

Nun wird also München großstädtisch und schließt mit Berlin, Hamburg oder Köln auf, denn München entdeckt nun das Konzept des „Spätis“ – so werden Ladenlokale, die Kurzform für Spätkauf genannt, und besteht im Wesentlichen aus einem (oder mehreren) gut gefüllten Kühlschränken, einem Tabakregal und einem Tresen mit Schokoriegeln und Chips. Vor allem aber hat ein Späti auch spät abends noch offen, wenn die Supermärkte bereits geschlossen haben – aber der Sonnenuntergang und eine laue Nacht noch zu dem einen oder anderen Bierchen an der Isar einlädt.

München wird durch den Späti im Gärtnerplatzviertel nun also ein wenig mehr Großstadt – denn dort hat nun ein Laden eröffnet der Bier bis in die späte Nacht bzw. den frühen Morgen verkauft – zumindest am Wochenende.

München liberalisiert sich mittlerweile und so ist neuen Freischankflächenregelung, die es Wirten erlaubt, ihre Gäste am Wochenende bis Mitternacht draußen zu bedienen ein absolutes Novum – zumindest für und in München.

Das Geschäftsmodell Späti, offiziell als „erlaubnisfreie Gaststätte“ betitelt, wird einen weiteren Beitrag hierzu leisten, dies haben auch Franz Huemer und Helmut Neuhauser erkannt und an der Baaderstraße einen Markt namens „Szenedrinks“ eröffnet.

Das Angebot ist übersichtlich und bezahlbar: Die 0,5-Liter-Flasche Bier Augustiner oder Tegernseer kostet hier nur 1,60 Euro (inklusive Pfand), und ist damit wesentlich günstiger als etwa bei einem Kiosk oder einer Tankstelle.  „Szenedrinks“ bietet eine wirklich breite Auswahl an Getränken in den Regalen und Kühlschränken an, und so werden auch ausgewählte Craft-Biere aus der Giesinger-Brauerei, von Camba Bavaria oder aus der Crew-Ale-Werkstatt und Limonaden von Club Mate, Macario oder Fever Tree angeboten.

Theoretisch dürften Franz Huemer und Helmut Neuhauser ihren Markt sogar 23 Stunden am Tag öffnen, wobei das Hauptgeschäft sicherlich am Wochenende stattfindet wenn sie bis 2.30 Uhr, manchmal auch bis drei Uhr oder länger am Tresen von „Szenedrinks“ stehen – übrigens – unter der Woche schließt der Laden bereits gegen 23 Uhr – denn München muss die Spätis wie „Szenedrinks“ zunächst entdecken und annehmen – nicht nur am Wochenende – da hat München also noch viel Entwicklungspotential auf dem Weg zur Großstadt oder Metropole.

© Titelbild: szenedrink.eu

2014-06-02T07:57:37+00:00

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